Über Gefühle

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Gefühle beschreiben mein innerstes Empfinden.
Wenn ich meinem Partner / meiner Partnerin innerlich begegnen möchte ist es hilfreich, mir meine Gefühle bewusst zu machen und zu benennen.

Gefühle sind ICH-Botschaften. Das Mitteilen von Gefühlen hat den Vorteil, dass man über sie nicht diskutieren kann. D.h. mein Gesprächspartner ist nicht so sehr damit beschäftigt nach Argumenten zu suchen und kann mir dadurch aufmerksamer zuhören.

Ein Beispiel:
Wenn ich sage: „Jetzt hast du dich schon wieder nicht an unsere Abmachung gehalten, dass du die Kinder abholst„, dann bekomme ich als Echo sehr oft eine Rechtfertigung zu hören.
Wenn ich aber sage, „Ich fühle mich alleine gelassen und bin überfordert„, dann spreche ich damit mein inneres Empfinden an und habe wesentlich mehr Chance, gehört zu werden.

Wie kann ich feststellen, ob es wirklich Gefühle sind, die ich zum Ausdruck bringe?
Wenn ich den verwendeten Ausdruck ersetzen kann mit „ich fühle mich…“ oder „ich bin…“, dann spreche ich über meine Gefühle.
Wenn ich sage „ich habe das Gefühl dass,… (z.B. du mir nicht zuhörst)“, dann ist es ein starkes Indiz dafür, dass es sich um eine Meinung oder um eine Beurteilung handelt.

Quelle: Marriage Encounter


Bei einem tollen Wochenende von Marriage Encounter haben wir im Paar ganz ungestört geübt, über unsere Gefühle zu reden. Das war eine wunderbare Erfahrung, die unsere Beziehung nachhaltig verbessert hat.