17892611_s

Was wir bei anderen kritisieren und ablehnen, hat immer mit uns selber zu tun. Es ist ein Spiegelbild unserer Geschichte und unserer momentanen Befindlichkeit.
Dass unser Urteil über jemanden fast ausschließlich mit uns selber zu tun hat, erkennen wir daran, dass unterschiedliche Menschen auf ein und die selbe Situation völlig unterschiedlich reagieren.

Wir verurteilen an den anderen vor allem Eigenschaften, die wir an uns selber nicht mögen. Umso stärker wir uns selber mit diesen Eigenschaften ablehnen, umso stärker projezieren wir sie auf andere.
Wenn ich z.B. jemanden dafür verurteile, dass er ungerecht ist, dann gibt es diese Anteile in mir genau so. Weil ich mir das nicht eingestehe, unterdrücke diese so gut es geht. Dabei hilft es mir, meine ungeliebten Seiten auf andere zu projezieren – so nach dem Motto: „schaut nicht mich an, sondern den da“.

Wenn ich merke dass ich urteile, kann es daher hilfreich sein mich zu fragen, wo ich selber so bin. Unsere Erfahrung ist: Wenn es mir gelingt, dass ich diese ungeliebte Eigenschaft mit mir selber versöhne, stört sie mich auch beim anderen nicht mehr.

Wenn du mehr über das Thema Projektionen erfahren möchtest, klicke hier.